Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine Steuer auf den Besitz von Grundstücken. Die Grundsteuer wird von den Gemeinden und Städten erhoben, sie gehört also zu den Gemeindesteuern. Geregelt ist die Grundsteuer im Grundsteuergesetz (GrStG).

Die Grundsteuer teilt sich in die beiden Steuerarten Grundsteuer A und Grundsteuer B auf. Dabei wird „A“ (agrarisch) auf Grundstücke der Landwirtschaft und „B“ (baulich) für bebaute und unbebaute Grundstücke und Gebäude erhoben. Berechnungsgrundlage der Grundsteuer ist der vom Finanzamt festgestellte Einheitswert. Die Grundsteuermesszahl dient zur Berechnung des Grundsteuermessbetrages und richtet sich nach der jeweiligen Grundstücksart.

Der Einheitswert wird mit der Grundsteuermesszahl und mit dem von der Stadt festgesetzten Hebesatz multipliziert. Die Festlegung des Hebesatzes erfolgt durch den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadt ist bei der Festsetzung der Höhe des Hebesatzes relativ frei. Die Höhe der Grundsteuer kann aber, wenn meist in einem bescheidenen Rahmen,  Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung (durch Zuzug bzw. Wegzug) haben. Der Hebesatz für die Stadt Solms beträgt für die „Grundsteuer A“ =  340 % und für die „Grundsteuer B“ =  400 %.

Die Grundsteuer ist für die Kommunen nicht so bedeutsam wie die Gewerbesteuer, da das Aufkommen normalerweise deutlich niedriger ist. Für die Finanzplanung ist sie allerdings von Bedeutung, da die Grundsteuer eine verlässliche Größe ist. Die Einheitswerte der Grundstücke sind wenig veränderlich bzw. entwickeln sich durch weitere Bebauung eher nach oben. Zudem gibt es durch dingliche Haftung und persönliche Haftung praktisch keine Steuerausfälle zu beklagen.

Abteilung Finanzen, Steuern, Gebühren und Kasse

Frau Anna-Lena Klug
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