LIEZEN in der Steiermark

Hinteregger AlmRathausLiezen mit seinen rund 7.000 Einwohnern ist eine relativ junge Stadt, die erst 1947 das Stadtrecht erhalten hat. Sie ist heute nicht nur das politische Zentrum des größten österreichischen Bezirkes, sondern auch eine weithin bekannte Einkaufsstadt, die mit den zahlreichen Wirtschafts- und Handelsbetrieben den wirtschaftlichen Mittelpunkt des steirischen Ennstales bildet.

Darüber hinaus bietet Liezen ihren Gästen vielseitige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung an. Im Kulturhaus und der Ennstalhalle finden überregionale Events statt; die Palette reicht von Konzerten, über Sportveranstaltungen bis hin zu Messen.

Die Stadt Liezen wird überragt von herrlichen Gebirgszügen mit vielen Wäldern und Almen. Die Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge, Wanderungen und Sport.

 

Anfang der 60er Jahre begannen freundschaftliche Kontakte zwischen Vereinen aus den damaligen Gemeinden Albshausen und Oberbiel mit Vereinen der österreichischen Stadt Liezen. Die im Zuge der ersten Gebietsreform neugebildete Gemeinde Bielhausen schloss 1975 mit Liezen eine Gemeindepartnerschaft ab. Diese Partnerschaft wurde 1977 auf die inzwischen gebildete Stadt Solms übertragen, die Partnerschaftsurkunden wurden 1980 ausgetauscht.

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Die engsten Kontakte zu Liezener Vereinen gibt es immer noch unter Vereinen aus Oberbiel und Albshausen. Es haben aber auch schon viele andere Vereine aus der gesamten Stadt Solms der steirischen Partnerstadt Besuche abgestattet und sich von der landschaftlichen Schönheit und der Gastfreundlichkeit der Bevölkerung überzeugt.

StadtwappenAnschrift

Stadtgemeinde Liezen

Rathausplatz 1

8940 Liezen

www.liezen.at

 


 Beeindruckende Partnerschaftsfahrt nach Liezen vom 4. – 7. Juni 2015

Als die etwa 50 Solmser Teilnehmer aus allen fünf Stadtteilen nach einer langen Rückfahrt am Sonntagabend auf dem Parkplatz der Taunushalle ankamen, war das Fazit eindeutig: Der Aufenthalt in Liezen war phantastisch, die Gastfreundschaft überwältigend, und über allem strahlte die Sonne vier Tage lang.Die Hinfahrt am Donnerstag über Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Passau zum Knoten Wels und dann über eine wunderschöne Panoramaautobahn nach Liezen in der Steiermark war bei wunderschönem Reisewetter und ohne Staus ein Genuss.Aufgelockert durch ein vorbereitetes reichhaltiges Frühstück mit Wurst, Schinken und Käse und etwas später mit von Oberbieler „Feen“ selbst gebackenem Kuchen verging die Fahrt wie im Flug.

Zwei Stunden nach der Ankunft um 18:00 Uhr fand dann der offizielle Festakt im Kulturhaus in Liezen statt. Bürgermeister Rudolph Hakel und die Spitzen seiner Stadt hießen die Solmser herzlich willkommen. Hakel betonte die gute Verbindungen, die nun seit 40 Jahren zwischen den beiden Kommunen bestehen. Bürgermeister Frank Inderthal bedankte sich für die Einladung und freute sich, dass so viele Solmser mitgefahren sind.

In beiden Reden der Bürgermeister spürte man die Freude über den Besuch, der die lange Tradition seit 1975 – damals noch Bielhausen – fortsetze. Diese echte Freude stand quasi als Motto über allen gemeinsamen Aktivitäten des langen Wochenendes.

Mit einem festlichen Buffet, dem Austausch von Geschenken, einem Sketch der Theatergruppe Weißenbach sowie einer Diashow „40 Jahre Partnerschaft“ wurde der Festakt umrahmt. Dabei stellten einige Fahrtteilnehmer von früher fest, dass die Gesichtszüge mit fortschreitendem Alter immer markanter werden.

Der nächste Morgen zeigte bei strahlendem Sonnenschein in welch herrlicher Bergumgebung Liezen im Ennstal liegt.

Am Vormittag stand die Besichtigung der Maschinenfabrik Liezen auf dem Programm. Sie ist mit 800 Arbeitnehmern der größte Betrieb vor Ort.

Um die Mittagszeit traf man sich im neuen Bauhof, der kurz vor der Einweihung steht. Wir stärkten uns mit kühlen Getränken, Steaks und Bratwürsten. Bei dem anschließenden Rundgang wurde deutlich, welche Vorteile es hat, ein solches Projekt am Stadtrand auf der grünen Wiese zu planen und zu realisieren. Fuhrhof mit Reparaturwerkstatt, Müllverwertungsanlage, Blockheizkraftwerk, Streumittelzentrale und die städtische Gärtnerei, all diese Einrichtungen sind hier zentral untergebracht.

Der Tag klang wieder mit einem gemeinsamen Abendessen im Gasthof Weichbold in Weißenbach, dem neuen Stadtteil von Liezen aus.

Für hervorragende Stimmung sorgte die einheimischen Schuhplattlergruppe und unser „Musikimport“ Werner Döpp. Mit seiner Ziehharmonika und seinen lustigen Episoden sorgte er dafür, dass die Stimmung immer besser wurde.

Die Fahrt durch das Ennstal am Samstag war der landschaftliche Höhepunkt unserer Reise, natürlich wieder bei Kaiserwetter. Vorbei an dem berühmten Kloster Admont ging es durch den Nationalpark „Gesäuse“ nach Gams, immer begleitet durch die Bergketten der Ennstaler Alpen. In Gams befindet sich ein Gesteinsmuseum, wo man mit eigenem Augen sehen konnte, wie die Steine aus dem Erdaltertum zu Halbedelsteinen geschliffen werden. Am Ausgang des Ortes machten sich die Solmser unter kundiger Führung auf zur Wanderung durch die „Nothklamm“. Auf gut und sicher angelegten Holzstegen konnte man nach jeder Biegung einen immer wieder neuen Blick auf den in Tal rauschenden Wildbach genießen.

Nach dieser körperlichen Tätigkeit schmeckte das Mittagessen beim Kirchenwirt in Gams ganz vorzüglich. Die Rückfahrt – wieder durch den Nationalpark „Gesäuse“ – wurde im Infozentrum „Weidendom“ unterhalb des markanten Bergmassivs „Hochtor“ mit 2369 Metern unterbrochen. Dort entstand auch das obligatorische Gruppenbild wie vor vier Jahren.

Der letzte Abend in Liezen stand zur freien Verfügung. Einige machten einen Bummel durch die Stadt, andere besuchten die „Hinteregger Alm“ und probierten die „guten Geister“ des Gebirges und wiederum andere verbrachten den Abend mit ihren Liezener Freunden.

Am Sonntagmorgen pünktlich um neun Uhr verließ unser Bus, verabschiedet von allen Offiziellen der Stadt Liezen, die schöne Steiermark. Aber mit dem festen Versprechen, dass die Liezener im Jahr 2018 aus Anlass des 40 jährigen Stadtjubiläums von Solms dann unsere Gäste sein werden.

Konsens war, dass wir uns anstrengen müssen, denn die Latte der Gastgeber in Liezen war ziemlich hoch gehängt. Aber wir werden es schaffen und freuen uns auf den Gegenbesuch.

 

Wilfried Paeschke