SILEK – Anlass und Zielsetzung

SILEK bzw. Schwerpunkt-ILEK steht für „Integriertes Ländliches EntwicklungsKonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt“.

Dieses Planungsinstrument dient der Unterstützung der Entwicklung der ländlichen Räume in Hessen.

Die Förderung dieses Prozesses erfolgt durch das Land Hessen, vertreten durch das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation HLBG (Obere Flurbereinigungsbehörde) auf der Grundlage der Finanzierungsrichtlinien für die Flurneuordnung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.

Demnach können im Vorfeld von Verfahren nach dem FlurbG integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) erstellt werden, die problemorientiert auf räumliche und thematische Schwerpunkte (SILEK) beschränkt sind. Sie stellen damit förderfähige Vorplanungen im Sinne des Gesetzes über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAKG) dar.

Die übergeordneten Ziele des SILEK sind gemäß der oben genannten Richtlinie:

  • die Verbesserung der Agrarstruktur im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsansätze unter Berücksichtigung der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung, der Belange des Natur- und Umweltschutzes sowie der Grundsätze der AGENDA 21
  • die Sicherung und Weiterentwicklung des ländlichen Raumes als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum

Dabei steht die zielgerichtete Untersuchung zur Landentwicklung im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung von Verfahren nach dem FlurbG im Mittelpunkt eines SILEK.

Die Stadt Solms hat sich mit dem Beschluss des Magistrats vom 31.05.2011 für die Erstellung eines SILEK entschieden. Gefördert wird das Projekt mit einem Zuschuss von 75 % der zuwendungsfähigen Kosten. Als inhaltlicher Schwerpunkt wurden folgende drei Themenfelder festgelegt:

  • Agrarstruktur und Kulturlandschaft
  • Tourismus und Kulturhistorie
  • Biotop- und Gewässerentwicklung/Hochwasserschutz

Schwerpunkt eines SILEK bildet ein ergebnisoffener Bürgerbeteiligungsprozess, in dem die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit haben, ihre eigenen Ideen, Ziele und Maßnahmen zu den Themenfeldern zu entwickeln.

Am Ende des SILEK-Prozesses sollen praxisorientierte und gebietsspezifische Entwicklungsstrategien sowie umsetzbare Projekte stehen, die in enger Kooperation mit der Gemeinde und dem zuständigen Amt für Bodenmanagement (hier: Marburg) entwickelt werden.

Die Entwicklungsstrategie sowie die entwickelten Projekte sollen dabei den Zielen des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) Lahn-Dill-Wetzlar – Land der Kult(o)uren entsprechen.

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