Aktuelles zur Energiewende in Solms

Solms-Burgsolms Die gemeinnützige Gesellschaft „Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten“ (EKM) fördert Projekte zum Klimaschutz im Lahn-Dill-Kreis dieses Jahr mit insgesamt knapp 70 000 Euro. Davon profitiert auch der Kunstrasenplatz in Burgsolms.

Gut 22 000 Euro investiert das Unternehmen in die bestehende Flutlichtanlage des Platzes. Das Geld soll dafür verwendet werden, die Flutlichtanlage auf moderne LED-Technik umzurüsten. Der entsprechende Förderantrag wurde vom EKM-Regionalausschuss Süd in seiner jüngsten Sitzung in Dillenburg bewilligt.

Neben Burgsolms profitiert im Lahn-Dill-Kreis zum einen Eschenburg. Knapp 30 000 Euro erhält die Gemeinde zur energetischen Sanierung der Glasfassade ihres Freizeitbades und für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Darüber hinaus bekommt Dillenburg 13 000 Euro zur energetischen Sanierung der Beleuchtung im Kindergarten Au.

EKM unterstützt unter Federführung der teilnehmenden Kommunen konkrete Projekte der Allgemeinheit, die für einen wirksamen Klimaschutz in den Städten und Gemeinden der Region sorgen. (red)

Quelle: Wetzlarer-Neue-Zeitung, 15.11.2017


Das Solar-Kataster Hessen wendet sich an alle Haus- und Grundstückseigentümer sowie Besitzer von Gewerbe-Immobilien, aber auch an Städte und Gemeinden, Wohnungsbaugesellschaften und Energieversorger. Mit wenig Aufwand bietet das Solar-Kataster einen direkten Blick auf die Solarenergie-Potenziale von Dach- und Freiflächen. Die Potenziale werden sowohl für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung als auch für solarthermische Anlagen zur Wärmeerzeugung angezeigt. Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner liefert Informationen über Amortisationszeit und Rendite einer geplanten Solaranlage. In Abhängigkeit vom individuellen Eigenverbrauch wird zudem die optimale Modulgröße ermittelt.

Hier geht es zum Solarkataster


Neue Auflage der Informationsbroschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“

Lahn-Dill Kreis und Stadt Wetzlar informieren über Energieeffizienz im Haushalt

Freuen sich über die gemeinsame Auflage der Informationsbroschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ (Ingo Dorsten, Energie- und Klimaschutzmanager des Lahn-Dill-Kreises und Kristin Leismann, Klimaschutzmanagerin der Städte Solms und Wetzlar)

Freuen sich über die gemeinsame Auflage der Informationsbroschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ (Ingo Dorsten, Energie- und Klimaschutzmanager des Lahn-Dill-Kreises und Kristin Leismann, Klimaschutzmanagerin der Städte Solms und Wetzlar)

Waschmaschine, Kühlschrank oder Wäschetrockner sind kostenintensive Anschaffungen, die nicht jeden Tag anstehen. Eine Auswahl zu treffen fällt dabei nicht immer leicht, denn auf Grund der vielen Angebote sowie den zahlreichen Unterschieden in Ausstattung, Leistung, Energieverbrauch und Preis sind die Produkte oftmals nicht ohne weiteres vergleichbar. Eine gute Orientierung bietet die vollständig aktualisierte Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017“ des Niedrig-Energie-Instituts, die in Zusammenarbeit der Energie- und Klimainitiative des Lahn-Dill-Kreises mit der Klimainitiative Solms Wetzlar nun kostenfrei herausgegeben wird.

Effiziente Geräte sind zwar in der Anschaffung teurer, die Mehrkosten amortisieren sich aber durch die Einsparungen bei Strom- und Wasserkosten im Laufe der Jahre. Der Vergleich der verschiedenen Verbrauchswerte hilft also, langfristig Kosten zu sparen. Auf einen Blick finden Verbraucher in der 16 seitigen Broschüre die effizientesten Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Übersichtliche Listen geben Auskunft über Hersteller, Abmessungen sowie die zu erwartenden Betriebskosten in 15 Jahren.

Wer mehr wissen will, kann außerdem nachlesen, wie die Betriebskosten eines Geräts berechnet werden, was es mit Klimaklassen, „Low-Frost“ und Vorschaltgeräten auf sich hat und wie Altgeräte korrekt entsorgt werden.

Der Lahn-Dill-Kreis und die Städte Solms und Wetzlar bieten die Verbraucherinformation „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ in der neuen Druckausgabe 2016/2017 kostenfrei an. Sie finden die Broschüre in Kürze in der Auslage der Rathäuser im gesamten Lahn-Dill-Kreis.

Einen kostenlosen Download der Broschüre und weitere Informationen gibt es auf den städtischen Internetseiten sowie der gemeinsamen Klimaschutzseite www.energie-klima-ldk.de.

Ansprechpartner Fragen zum Thema: Ingo Dorsten, Tel.: 06441 407 1865, E-Mail und Kristin Leismann, Tel.: 06441-99 3909. E-Mail.

Broschüre: Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017

Broschüre: Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017

Quelle: Pressemitteilung des Lahn-Dill-Kreises, Nr. 198/2017, 15. Mai 2017


 

Klimainitiative legt Bilanz vor

SACHSTANDSBERICHT Wetzlar und Solms setzen zusammen auf Energieerzeugung und -sparen

Von Steffen Gross

Wetzlar/Solms Ihre CO2-Emissionen wollen die Städte Wetzlar und Solms bis zum Jahr 2023 um ein Drittel im Vergleich zu 2011 gesenkt haben. Daran arbeiten sie in der gemeinsamen „Klimainitiative Solms Wetzlar“. Jetzt gibt es eine erste Bilanz.

Seit November 2014 ist Kristin Leismann die Klimaschutzmanagerin für Solms und Wetzlar. Ihre Stelle ist auf drei Jahre befristet und wird zu 85 Prozent aus Mitteln der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums bezahlt.

Was die interkommunale Klimainitiative seitdem geleistet hat, stellten Wetzlars Umweltdezernent Norbert Kortlüke (Grüne) und der Solmser Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) in den vergangenen zwei Tagen ihren Magistratskollegen in einem Sachstandsbericht vor.

Um das ehrgeizige Ziel der CO2-Drittelreduzierung zu erreichen, setzen die Städte einerseits auf eigene Energieerzeugung, andererseits – und noch viel stärker – auf Energieeinsparung. Auf der Erzeugerseite stehen in Wetzlar beispielsweise der geplante Windpark Blasbach, die nach hohen energetischen Standards und mit Photovoltaikanlagen gebauten Kitas in der Spilburg und in Hermannstein oder eine auf dem Rathausdach geplante fast 1000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die jährlich 61 158 Kilowattstunden Solarstrom liefern soll.

Der Bau neuer Anlagen gerät aus Mangel an Flächen und durch die Topografie an seine Grenzen

In Solms, die Stadt ist der „100%-Erneuerbare-Energie-Region“-Initiative beigetreten, sind es der 2012 in Betrieb genommene Bürgersolarpark sowie das von einem Privatinvestor modernisierte Wasserkraftwerk bei Oberbiel. Der Bau neuer Anlagen stoße an Grenzen, unter anderem aus Mangel an Flächen und durch die Topografie, sagte Indertal.

Deshalb müsse der Fokus auf das Energiesparen gelegt werden. So sei die Kläranlage, größter Energieverbraucher in Solms mit früher monatlichen Stromrechnungen von 8000 Euro, auf Einsparpotenziale untersucht und diese sofort umgesetzt worden, berichtete Inderthal: „Das ist gut fürs Klima und gut für die Bürger.“ Wirtschaftlichkeit spiele für ihn beim Klimaschutz eine wichtige Rolle, sagte der Bürgermeister.

Um die Energieeffizienz voranzubringen und die Verbraucher zum Energiesparen zu animieren, setzen die Partner auf Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung. Die größten CO2-Einsparpotenziale wurden in Wetzlar in der Industrie und Privathaushalten ausgemacht, in Solms in Privathaushalten und Gewerbe/ Handel.

Im Stadtgebiet Wetzlar wurden 2011 rund 3000 Gigawattstunden Energie verbraucht, rund die Hälfte des Verbrauchs entfiel auf Erdgas, Elektrizität lag auf Platz zwei. In Solms wurden 305 Gigawattstunden verbraucht. Wichtigste Energieträger waren Heizöl (24 Prozent), Diesel (18), Benzin (17) und Strom (16).

Eine Rolle kommt auch dem lokalen Energieversorger enwag zu, erklärte Kortlüke. Geplant sei eine Neuausrichtung: weg von der reinen Energiebeschaffung und dem Energieverkauf, hin zu energienahen Dienstleitungen. Die Strategie dazu solle ab Januar in einem acht- bis neunmonatigen Prozess mit externen Beratern festgelegt werden, so Kortlüke.

Die Klimainitiative Solms Wetzlar hat verschiedene Broschüren etwa zu sparsamen Haushaltsgeräten herausgegeben, sich an Aktionen wie der „Earth Hour“ oder der Elektromobilitätsrallye „Wave Trophy“ beteiligt und 35 eigene Veranstaltungen organisiert: Von der Energieberatung für Eigenheimbesitzer und Kindergartenkinder über Vorträge, Ausstellungen bis zu Messen und Info-Veranstaltungen zur Mobilität.

Geplant sei für 2017 eine Energiemesse. Ferner eine Effizienz-Route mit beispielhaft sanierten Häusern, die Interessierten von Energieberatern vorgestellt werden, während die Besitzer von ihren Erfahrungen berichten, sagte Kristin Leismann.

Eine weitere Aufgabe für die Klimaschutzmanagerin ist die Initiierung von Lernenden EnergieEffizienz-Netzwerken (LEEN). Darin sollen zehn Unternehmen über die Dauer von drei Jahren das Thema Energieeffizienz gemeinsam angehen und Lösungen finden.

Kortlüke wie auch Inderthal sprachen von „sehr guter“ interkommunaler Zusammenarbeit. Alle drei Monate fänden Treffen statt, um ganz konkrete Projekte zu planen und besprechen.

Weiterer Informationen gibt es unter www.energie-klima-ldk.de, dem gemeinsamen Internetauftritt mit dem Lahn-Dill-Kreis. Die Zusammenarbeit mit der Energie- und Klimainitiative des Kreises solle künftig weiter ausgebaut werden, sagte Kortlüke.

Quelle: Solms-Braunfelser-Zeitung, 28.Oktober 2016


Stadtverwaltung Solms und EKM fördern innovative Projekte für den KlimaschutzEKM-Logo

 

Als Auftraggeber eigener Baumaßnahmen und durch die lokale Förderung von Umweltprojekten haben wir als Stadtverwaltung direkten Einfluss auf den Klimaschutz. Durch die finanzielle und fachliche und fachliche Unterstützung der EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten gGmbH ist es uns möglich, Maßnahmen umzusetzen, die einen effizienten Umgang mit Energie fördern.

Gestalten Sie Energieeffizienz aktiv mit!

Wir suchen das innovativste Projekt für den Klimaschutz. Sie haben eine Idee, die

  • einen effizienteren Umgang mit Energie,
  • die Schonung der natürlichen Ressourcen und/ oder
  • die Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen

ermöglicht?

Reichen Sie diese über den Förderantrag der EKM zusammen mit einer individuellen Beschreibung Ihrer Maßnahme bei uns ein. Wir prämieren die innovativste Idee und setzen damit ein Zeichen für den Energiewandel in unserer Stadt.

Förderantrag EKM

Hintergrund:

Interessierte Kommunen und EnergieNetz Mitte GmbH haben eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes ins Leben gerufen: Die EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten gGmbH wird künftig unter der Federführung der Kommunen konkrete Projekte der Allgemeinheit finanziell unterstützen, die für einen wirksamen Klimaschutz in den Städten und Gemeinden der Region sorgen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der EKM


Pressemitteilung der Stadt Wetzlar zur Energieeffizienz für Unternehmen (04.07.2016)


Pressemitteilung des Lahn-Dill-Kreises: Wir nehmen Einfluss: Neuer Internetauftritt www.energie-klima-ldk.de


SOLMS „Schorni“ ist für die Hessische Energiespar-Aktion (HESA) unterwegs. „Schorni“ Uwe heißt eigentlich Uwe Nenzel. Der Schornsteinfegermeister ist Regionalbeauftragter der HESA und macht auf seinem Weg durch die Kindergärten in Mittelhessen Station in Solms. Kristin Leismann, Klimaschutzmanagerin für Solms und Wetzlar, hat den Kontakt hergestellt. 120 Solmser Kindern trafen „Schorni“ an vier Terminen. Er erklärte ihnen die Aufgaben eines Schornsteinfegers und seine Gerätschaften wie Leine, Kugel und Besen, beantwortete Fragen. Und für die aufmerksamen Kinder gab es Teilnehmerurkunden, Buttons mit der Auszeichnung „Klimaschützer“ und Energiemalbücher. Auch die Albshäuser Kinder mit (hinten von links) Klimaschutzmanagerin Kristin Leismann, Bürgermeister Frank Inderthal, Kita-Leiterin Melanie Sidorenko lernten „Schorni“ Uwe Nenzel kennen. (sbe/Foto: Bender)
Quelle: Solms-Braunfelser-Zeitung, 23. April 2016


Neuer Auftritt der Klimainitiative Solms- Wetzlar – Wir nehmen Einfluss

Verbraucherzentrale Energieberatung

 

Um sich einen Überblick über die Energiesituation seiner Wohnung oder Hauses zu verschaffen, bietet die Verbraucherzentrale Hessen kompetente Unterstützung durch Energie-Checks vor Ort.

Weitere Informationen:

 


Solms ist 100% Erneuerbare-Energie-RegionDruck

Die Stadt Solms hat Grund zur Freude, denn sie kann sich zukünftig „100- Erneuerbare-Energie-Region“ nennen.

Seit dem 1. Juli 2015 ist es offiziell: Solms ist rund 2 Jahre nach der Ernennung zur „100ee-Starterregion“ vom Kasseler Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) als „100%-Erneuerbare-Energie-Region“ aufgestiegen.

Seit der ersten Bewerbung der Stadt Solms und Aufnahme als 100ee-Starterregion im Jahr 2011 sind deutliche Fortschritte auf dem Weg zur 100ee-Region erkennbar. Hervorzuheben sind dem Institut zur Folge die hohe Qualität des Klimaschutzkonzeptes und das Engagement der Energieversorger enwag und Gasversorgung Lahn-Dill bei dessen Erstellung, welches eine überdurchschnittlich gute Datenbasis legt. Weiterhin wurde auch die Schaffung von Strukturen in der Verwaltung durch die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin positiv bewertet. Durch die erhöhten personellen Kapazitäten wurden die Aktivitäten in den Bereichen Beratung, Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit deutlich gestärkt. Auch der tatsächliche Anteil der erneuerbaren Energien an Strom- und Wärmebedarf hat sich seit der letzten Bewerbung signifikant erhöht. Beispielsweise wurden im Jahr 2010 6,5% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt und im Jahr 2013 waren es bereits 14%, was mehr als einer Verdoppelung entspricht. Entwicklungspotenzial wird z.B. in den Bereichen Einbindung von Wirtschaftsbetrieben und regionaler Netzwerkbildung, unternehmerischem und zivilgesellschaftlichem Engagement sowie nachhaltiger Mobilität gesehen.

Ein weiterer Meilenstein für den Klimaschutz folgte nach der Antragsstellung zur 100ee-Region im Juni 2015: Das neue Blockheizkraftwerk der Solmser Kläranlage ging in Betrieb. Durch die effektivere Nutzung von Energie werden mit der neuen Anlage bis zu 50.000€ / Jahr eingespart, was nicht nur gut für den Klimaschutz ist sondern sich auch positiv auf die Abwassergebühren auswirken wird.

Die offizielle Urkundenübergabe findet am 10. November 2015 auf dem Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ in Kassel statt. Bürgermeister Frank Inderthal wird an diesem Tag die Urkunde zur „100ee-Region“ entgegennehmen.

Das Projekt „Entwicklungsperspektiven für nachhaltige 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen in Deutschland“ (100ee-Regionen) identifiziert, begleitet und vernetzt Regionen, Kommunen und Städte, die ihre Energieversorgung auf lange Sicht vollständig auf erneuerbare Energien umstellen wollen (100ee-Regionen). Derzeit gibt es bereits über einhundertdreißig Landkreise, Gemeinden, Regionalverbünde und Städte in Deutschland, die dieses Ziel verfolgen und es werden immer mehr. Das Projekt unterstützt engagierte Akteure in den Regionen durch Kommunikations-, Transfer- und Vernetzungsleistungen.