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Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Extreme Hitze: Menschen und Tiere brauchen jetzt besonderen Schutz

Die Sonne brennt vom Himmel, Asphalt flimmert, und selbst im Schatten steht die Luft. Während viele Menschen die Sommertage genießen, wird die HItze für andere zur ernsthaften Belastung – für ältere Menschen, Kinder, Pflegebedürftige und auch für Tiere. Angesichts der angekündigten, hohen Temperaturen mahnen das Gesundheitsamt und das Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises zur Vorsicht und geben wichtige Hinweise zum Schutz von Mensch und Tier.

Extreme Hitze kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Die möglichen Auswirkungen können von Kreislaufproblemen und Erschöpfung bis hin zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag reichen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Zudem können bestimmte Medikamente wie Blutdrucksenker oder Entwässerungsmittel die Belastung des Körpers bei hohen Temperaturen verstärken.

Tipps zum Umgang mit der Hitze

Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, Wohnräume möglichst kühl zu halten, indem morgens und nachts gelüftet und tagsüber Fenster geschlossen sowie Räume abgedunkelt werden. Körperliche Anstrengungen sollten nach Möglichkeit auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Ausreichendes Trinken – idealerweise Wasser oder ungesüßter Tee – ist besonders wichtig. Erwachsene sollten täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Alkohol und stark gekühlte Getränke sollten hingegen vermieden werden.

Gesundheitliche Warnzeichen ernst nehmen

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Warnzeichen wie Schwindel, starkes Hitzegefühl oder allgemeines Unwohlsein. Ein Hitzschlag kann sich unter anderem durch heiße, trockene Haut, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder Muskelkrämpfe bemerkbar machen. Treten solche Symptome auf, sollte unverzüglich der Notruf 112 verständigt werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gilt es, die betroffene Person an einen kühlen Ort zu bringen, die Kleidung zu lockern und Kopf, Nacken sowie Achseln mit feuchten Tüchern zu kühlen.

Auch Tiere leiden unter hohen Temperaturen

Hunde, Katzen, Kleintiere und Weidetiere benötigen jetzt besondere Fürsorge. Das Kreis-Veterinäramt weist insbesondere darauf hin, Tiere niemals in geparkten Fahrzeugen zurückzulassen. Selbst bei leicht geöffneten Fenstern können sich Autos innerhalb kürzester Zeit auf lebensgefährliche Temperaturen von über 50 Grad aufheizen. Wer ein Tier in einem verschlossenen Fahrzeug entdeckt und die Halterin oder den Halter nicht ausfindig machen kann, sollte umgehend die Polizei informieren.

Darüber hinaus sollten Tierhalterinnen und Tierhalter stets ausreichend frisches Wasser bereitstellen und für schattige Rückzugsorte sorgen. Spaziergänge mit Hunden sollten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Stall- und Weidetiere benötigen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und gegebenenfalls zusätzliche Kühlmöglichkeiten.

Hitzeportal des Lahn-Dill-Kreises bietet Tipps zum Hitzeschutz

Umfassende Informationen zum Hitzeschutz stellt der Lahn-Dill-Kreis über sein digitales Hitzeportal zur Verfügung. Dort finden Bürgerinnen und Bürger, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kitas sowie Kommunen praktische Hinweise, Checklisten und Empfehlungen zum Umgang mit hohen Temperaturen. Der integrierte Hitzeaktionsplan unterstützt zudem Städte und Gemeinden bei der Entwicklung eigener Schutzmaßnahmen.

Das Hitzeportal ist unter www.lahn-dill-kreis.de/hitzeportal erreichbar.