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Mitrija, © Mitrija

Jährliche Waldbegehung mit dem Magistrat

An der Begehung nahmen Revierförster Christian Scriba, Forstwirtschaftsmeister Till Peschke, Petra Oestreicher aus der Verwaltung, der Leiter des Forstamtes von HessenForst Stefan Ambraß, sowie Vasco Krüger vom Forstamt teil. Ebenfalls vertreten waren Amtsleiter Alexander Germer, Bürgermeisterin Katharina Didlapp und die Mitglieder des Magistrats.

Einblicke in den Zustand des Waldes

Die diesjährige Begehung führte die Gruppe auf die Westerwaldseite in den Niederbieler Wald. An verschiedenen Stationen erläuterten Christian Scriba und Stefan Ambraß die aktuelle Situation vor Ort. Dabei standen unter anderem geschädigte Bäume, Waldbrandflächen sowie Gatter mit jungen Anpflanzungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Forstwirtschaft angesichts zunehmender Trockenheit, möglicher Schädlingsbefälle und der Veränderungen im Baumbestand steht.

Die Waldbegehung findet jährlich im Wechsel zwischen der Taunusseite mit den Stadtteilen Albshausen, Burgsolms und Oberndorf sowie der Westerwaldseite mit Niederbiel und Oberbiel statt.

Neues Forsteinrichtungswerk ab 2028

Im Anschluss an die Begehung kam der Magistrat im Raum der Vogelschützer in Niederbiel zu einer Sitzung zusammen. Dabei wurden weitere Fragen zur Waldbewirtschaftung diskutiert und die zukünftige Ausrichtung des Stadtwaldes thematisiert.

Ein wichtiger Punkt war das neue Forsteinrichtungswerk (Planungskatalog), das ab dem Jahr 2028 für einen Zeitraum von zehn Jahren gelten soll. Diese gesetzlich vorgeschriebene Planung dient als Grundlage für die langfristige Bewirtschaftung des Solmser Stadtwaldes mit einer Betriebsfläche von rund 1.152 Hektar. Sie legt fest, welche Ziele und Prioritäten bei der Waldentwicklung verfolgt werden und wie die vorhandenen Ressourcen nachhaltig genutzt werden sollen.

Zu den zentralen Fragen gehört, welche Baumarten künftig gepflanzt werden sollen, um den Herausforderungen durch Trockenheit und Schädlinge besser begegnen zu können. Auch der Rückgang des Nadelholzbestandes und die allgemeine Entwicklung des Waldes spielen bei den zukünftigen Überlegungen eine wichtige Rolle.

Waldpflege, Wegebau und Wasserrückhalt

Neben der Entwicklung des Baumbestandes wurden auch Maßnahmen zur Verbesserung der Waldinfrastruktur besprochen. Im Rahmen des Wegebaus werden hin und wieder auch einzelne Streckenabschnitte aufgearbeitet und befestigt. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Wasserrückhaltung, durch entsprechend angelegte Rinnen, ein wichtiger Aspekt, um Wasser möglichst im Wald zu halten und den natürlichen Wasserhaushalt zu unterstützen.

Außerdem werden anfallende Arbeiten im Wald durch unsere eigenen städtischen Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Bauhof übernommen, um vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen und Kosten einzusparen.

Die jährliche Waldbegehung bietet dem Magistrat die Gelegenheit, sich unmittelbar vor Ort ein Bild von der Situation zu machen, Fragen an die Fachleute zu richten und sich über anstehende Maßnahmen auszutauschen. Mit Blick auf die kommenden Jahre bleibt es eine zentrale Aufgabe, den Solmser Stadtwald nachhaltig, klimaangepasst und wirtschaftlich verantwortungsvoll zu bewirtschaften.